Die BKW blickt auf ein operativ solides Geschäftsjahr 2025 zurück. Trotz tieferer Stromproduktion aus Wasser- und Windkraft erreicht das Unternehmen ein gutes Ergebnis und setzt den Ausbau erneuerbarer Energien sowie der Netzinfrastruktur konsequent fort.
Redaktionelle Bearbeitung: Phase5
Die BKW erzielte im Geschäftsjahr 2025 ein operatives Ergebnis vor Wertkorrektur von 674.6 Millionen CHF und damit das drittbeste Resultat in der Unternehmensgeschichte. Nach einer Wertkorrektur im Zusammenhang mit der Beteiligung am Kohlekraftwerk Wilhelmshaven liegt das ausgewiesene Betriebsergebnis (EBIT) bei 561.0 Millionen CHF.
Die Gesamtleistung belief sich auf 4.5 Milliarden CHF und lag damit um 4.8 Prozent unter dem Vorjahr. Der operative Reingewinn ohne Wertkorrektur beträgt 444.0 Millionen CHF. Der operative Cashflow von 788.7 Millionen CHF übersteigt die Investitionen von 456.6 Millionen CHF deutlich und stärkt die finanzielle Basis des Unternehmens. Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung eine Erhöhung der Dividende auf 3.80 CHF pro Aktie.
Energy Solutions: Wetter bremst Stromproduktion
Das Geschäftsfeld Energy Solutions erzielte ein operatives Ergebnis von 477.2 Millionen CHF vor Wertkorrektur, was einem Rückgang von 18.6 Prozent entspricht. Hauptgrund ist eine unterdurchschnittliche Stromproduktion aus Wasser- und Windkraft infolge der Wetterbedingungen.
Auch das Handelsergebnis fiel geringer aus, da sich die Energiemärkte nach den extremen Ausschlägen der vergangenen Jahre zunehmend normalisieren. Gleichzeitig bleibt die Volatilität auf den Spotmärkten hoch. Dadurch steigt die Nachfrage nach flexiblen und kundenspezifischen Energielösungen.
Im Rahmen der Strategie «Solutions 2030» baute die BKW ihre Produktionskapazitäten für erneuerbare Energien weiter aus. Dazu gehören unter anderem der Windpark Cerignola Nord in Italien sowie das Wasserkraftwerk Sousbach im Berner Oberland. Zudem plant das Unternehmen den Bau eines Grossbatteriespeichers mit 300 MW Leistung im deutschen Waltrop.
Power Grid: Stabiler Beitrag zur Versorgungssicherheit
Das Geschäftsfeld Power Grid steuerte einen EBIT von 130.6 Millionen CHF bei. Die BKW investierte 182.8 Millionen CHF in den Ausbau und die Modernisierung des Stromnetzes.
Zu den Projekten zählen neue Transformatorenstationen in Frutigen und Rocourt sowie der Umbau einer Unterstation in Oberhofen. Zudem nahm das Unternehmen eine neue Netzleitstelle in Betrieb und installierte rund 130'000 Smart Meter. Diese Investitionen stärken die Versorgungssicherheit und schaffen Voraussetzungen für die Energiewende.
Infrastructure & Buildings steigert Profitabilität
Das Geschäftsfeld Infrastructure & Buildings erzielte einen EBIT von 80.0 Millionen CHF, was einer Steigerung von über 40 Prozent entspricht. Bei einem stabilen Umsatz von 1.98 Milliarden CHF konnte die Profitabilität deutlich verbessert werden.
Die BKW ist heute eine der grössten Anbieterinnen von Architektur- und Ingenieurleistungen im DACH-Raum und beteiligt sich an grossen Infrastruktur- und Energieprojekten. Dazu gehören unter anderem Projekte im Rahmen des Netzausbaus in Deutschland sowie Vorhaben im Bereich energieeffizienter Gebäudetechnik.
Fortschritte bei Nachhaltigkeit und Organisation
Auch bei ihren Nachhaltigkeitszielen meldet die BKW Fortschritte. Die Treibhausgasintensität sank seit 2022 um 24 Prozent. Gleichzeitig treibt das Unternehmen die Elektrifizierung seiner Fahrzeugflotte voran und hat den Lieferantenkodex überarbeitet. Neue konzernweite Richtlinien für Arbeitssicherheit sowie eine überarbeitete HR-Strategie sollen zudem helfen, Fachkräfte zu gewinnen und langfristig zu binden.
Ausblick 2026
Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet die BKW ein EBIT zwischen 650 und 750 Millionen CHF. Wachstumspotenziale sieht das Unternehmen insbesondere beim Ausbau erneuerbarer Energien, bei Flexibilitätslösungen sowie bei energieeffizienten Infrastruktur- und Gebäudelösungen.
Impressum
Textquelle: BKW AG
Bildquelle: Beat Schweizer-BKW AG
Bearbeitung durch: Redaktion Phase 5
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