Wie lassen sich Städte weiterentwickeln, wenn Kapital, Ressourcen und Boden immer knapper werden? Dieser Frage widmet sich das Schweizer Bau- und Immobilienforum am Mittwoch, 11. November 2026, in Rotkreuz. Der Kongress richtet sich an öffentliche und private Bauherrschaften, Investoren, Betreiber, Planende und weitere Fachleute. Organisiert wird es von den Instituten für Gebäudetechnik und Energie (IGE) und für Finanzdienstleistungen Zug (IFZ) der Hochschule Luzern sowie vom Netzwerk Nachhaltiges Bauen Schweiz (NNBS).
Quelle: Hochschule Luzern; Red. Bearbeitung: Phase5
Im Innovationspark Rotkreuz laufen am Vormittag drei Workshops parallel. Der erste beleuchtet die Rolle privater und institutioneller Kapitalgeber: Welche Bereiche der Stadtentwicklung bleiben auf unternehmerische Investitionen angewiesen, unter welchen Bedingungen sind diese attraktiv und wie verändert eine aktive Bodenpolitik die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und öffentlicher Hand? Geleitet wird er von Dr. Stefan Jönsson (LUKB), Sebastian Zollinger (PwC) und Prof. Dr. Christian Kraft (IFZ/HSLU).
Der zweite Workshop zeigt, wie sich ressourcenschonendes Planen und Bauen konkret umsetzen lässt. Im Zentrum stehen Nutzungsflexibilität und Rückbaubarkeit über den gesamten Lebenszyklus, die Wirkung einzelner Massnahmen sowie Zielkonflikte zwischen Ressourcenschonung, Wirtschaftlichkeit und Nutzung. Die Leitung haben Marvin King und Gianrico Settembrini in Kooperation mit Roger Nufer (BAFU).
Der dritte Workshop denkt Entwicklung über bereits bebaute Flächen, denn die grössten Potenziale liegen oft im Bestand. Anhand von Praxisbeispielen geht es darum, nach welchen Kriterien Liegenschaften erhalten, weiterentwickelt oder ersetzt werden und wie sich Bezahlbarkeit, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit im Portfolio verbinden lassen. Geleitet wird er von Florin Meier (SBL Wohnbaugenossenschaft Luzern / Weitblick Partner GmbH) und Dr. Céline Ramseier (NNBS).
Referate und Podium am Nachmittag
Der Nachmittag an der Hochschule Luzern, Suurstoffi 1, beginnt mit einem Rückblick auf die Workshops. Danach fragt Unternehmer und Immobilienentwickler Balz Halter (Halter Gruppe AG), was die Stadtplanung leisten kann und muss. Jeanette Beck, Stadtplanerin von Bern, zeigt unter dem Titel «Die Stadt ist gebaut. Das Geld ist da. Der Boden ist knapp», wie sich Bern gemeinsam weiterentwickeln lässt. Architekt und Städtebauer Prof. em. Dr. Vittorio Magnago Lampugnani (ETH Zürich) plädiert für ein ganzheitliches Denken im modernen Stadtentwurf. Eine Podiumsdiskussion mit Schlusswort von Prof. Dr. Christian Kraft und Prof. Urs-Peter Menti (HSLU) rundet das Programm ab, gegen 16.30 Uhr folgt ein Apéro mit Posterausstellung.
Anmeldung und Kosten
Beide Halbtage können einzeln oder zusammen gebucht werden, ein Stehlunch zum Networking ist inbegriffen. Der Vormittag kostet 180, der Nachmittag 250 und der ganze Tag 400 Franken; für Mitarbeitende und Mitglieder der Trägerschaft (HSLU, NNBS) gelten 150, 200 bzw. 300 Franken, Studierende und Weiterbildungsteilnehmende der HSLU nehmen kostenlos teil. Die Workshops sind auf je 25 Personen beschränkt, Anmeldungen werden nach Eingang berücksichtigt. Anmeldeschluss ist der 9. November 2026. Weitere Informationen und der Programmflyer finden sich auf der Website der Hochschule Luzern.
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