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«Ich sorge für Komfort in Gebäuden»

Tom Nrejaj -Lernender Gebäudetechnikplaner Heizung
Die Heizungstechnik hat mich angezogen, weil es unglaublich viel zu lernen gibt und weil sich dieser Beruf ständig weiterentwickelt.

Vom Baustelleinsatz ins technische Büro wechseln, um das Heizungswesen ganzheitlich zu verstehen: Das ist der Weg, den Tom Nrejaj gewählt hat. Der 26-jährige lernende Gebäudetechnikplaner Heizung bei Bosson-Pillet SA plant die Anlagen, die es den Bewohnern eines Gebäudes künftig ermöglicht, mit optimalem thermischem Komfort zu leben und zu arbeiten.

 


Text: Pierre Schoeffel / Fotos: Marc Schoeffel


Das 1988 gegründete und in Genf ansässige Unternehmen Bosson-Pillet SA zählt heute rund fünfzig Mitarbeitende und ist in den Bereichen Heizung und Lüftung tätig, sowohl im Wohnungsbau als auch im Dienstleistungssektor. Zudem misst es der Ausbildung junger Fachkräfte grosse Bedeutung bei, wobei gleichzeitig mehrere Lernende im Unternehmen beschäftigt sind.

Wir haben Tom und seinen Ausbildner, Rémy Duret, stellvertretender Direktor von Bosson-Pillet SA, in den Räumlichkeiten des Unternehmens getroffen, die sich in einem Gebäude der Small City in Petit-Lancy befinden.

Tom, kannst du dich kurz vorstellen und uns etwas über deinen Werdegang erzählen?

Tom Nrejaj: Ich heisse Tom Nrejaj, bin 26 Jahre alt und komme aus Genf. Meine berufliche Laufbahn begann mit einer Ausbildung im Bereich Logistik, als ich 16 Jahre alt war, doch letztendlich habe ich mich nicht in diesem Bereich niedergelassen. Anschliessend habe ich begonnen, auf dem Bau zu arbeiten, insbesondere im Bereich abgehängte Decken und Innenausbau.

Damals habe ich die Freude an der Arbeit auf der Baustelle entdeckt. Man schafft etwas Konkretes, wirkt an der Realisierung eines Gebäudes mit und sieht das Endergebnis. Diese Dimension hat mir sehr gefallen. Auf einer Baustelle erkennt man sofort den Nutzen der eigenen Arbeit. Man baut etwas, das über viele Jahre bestehen bleibt.

 

Auf der Baustelle

 

Und so hast du deinen Weg gefunden …

Ja, mit der Zeit wollte ich mich in Richtung eines technischeren Berufs orientieren. Die Heiztechnik hat mich angezogen, weil es unglaublich viel zu lernen gibt und weil sich dieser Bereich ständig weiterentwickelt. In diesem Beruf lernt man permanent dazu. Was man heute beherrscht, muss in zehn Jahren vielleicht bereits neu gedacht werden

… und wurde dein Fleiss bei der Arbeit reichlich belohnt?

Ich habe daher eine Lehre als Heizungsinstallateur bei Bosson-Pillet begonnen. Im Jahr 2025 habe ich mein EFZ mit der besten Note des Kantons abgeschlossen. Das ist tatsächlich eine schöne Belohnung für den geleisteten Einsatz, und ich bin stolz darauf.

Warum hast du dich entschieden, anschliessend eine Ausbildung zum Gebäudetechnikplaner zu absolvieren?

Als ich als Installateur auf Baustellen tätig war, hat mir die praktische Arbeit sehr gefallen. Gleichzeitig wollte ich aber auch die Technik hinter dem, was wir umsetzten, besser verstehen. Ein Rohr zu verlegen ist das eine, aber ich wollte wissen, warum man einen bestimmten Durchmesser wählt, weshalb ein Ventil an einer bestimmten Stelle eingebaut wird oder wie die gesamte Anlage im Detail konzipiert ist.

Auf der Baustelle setzt man die Installation um. Ich wollte jedoch alles verstehen, was im Vorfeld geschieht. Ich wollte das entdecken, was ich die «verborgene Seite» der Heiztechnik nenne. Das hat mich dazu motiviert, eine Ausbildung zum Gebäudetechnikplaner Heizung zu beginnen. Heute bin ich im zweiten Lehrjahr in dieser Fachrichtung und entdecke den gesamten Bereich der Planung und Arbeitsvorbereitung.

 

Deine Zukunft - 3
Rémy Duret (li.): «Sowohl das Büro als auch die Baustelle zu verstehen, ermöglicht eine ganzheitliche Sicht auf den Beruf.»

Was ist letztlich das Ziel all dieser Arbeit?

[Tom macht eine kurze Pause, bevor er antwortet…..]

Im Idealfall kann man es sich zu Hause im T-Shirt und in Hausschuhen gemütlich machen, ohne zu frieren und ohne Energie zu verschwenden.

Welche Botschaft möchtest du jungen Menschen mitgeben?

Seid neugierig und traut euch, technische Berufe zu ergreifen. Es sind Tätigkeiten, in denen man etwas Konkretes schafft und ein Leben lang dazulernt.

Eine Entwicklung, die vom Unternehmen gefördert wird

Rémy Duret: Toms Werdegang veranschaulicht sehr gut die Ausbildungsphilosophie unseres Unternehmens. Wir bilden regelmässig Lernende aus, um unser Know-how weiterzugeben und den Nachwuchs zu sichern. Tom hat sich rasch durch seine technische Neugier und seinen Wunsch, die Gesamtzusammenhänge der Anlagen zu verstehen, ausgezeichnet. Diese Haltung ist sehr positiv. Sowohl das Büro als auch die Baustelle zu verstehen, ermöglicht eine ganzheitliche Sicht auf den Beruf.

 

***

Im Anschluss an unser Gespräch führt uns Tom Nrejaj auf die Baustelle des zukünftigen Gebäudes der Vereinigung Carte Blanche, in dem unter anderem ein soziales Restaurant sowie Büros untergebracht werden. Mit den Plänen in der Hand erklärt er, wie die Heizungsanlage konzipiert und vorbereitet wurde: geothermische Wärmepumpe, Warmwasserbereitung, Energierückgewinnung sowie die Koordination mit den anderen Gewerken.

Die Worte des angehenden Profis: «Jedes Element muss präzise positioniert werden, um die Arbeit der Monteure zu erleichtern und die zukünftige Zugänglichkeit der Anlagen für Wartungsarbeiten sicherzustellen. Wenn im Büro alles gut vorausgeplant wird, läuft die Arbeit auf der Baustelle deutlich effizienter. »

 

Tom Nrejaj
Auf der Baustelle: Jedes Element muss präzise positioniert werden, um die Arbeit der Monteure zu erleichtern. Tom Nrejaj, Heizungsinstallateur EFZ und Lernender Gebäudetechnikplaner Heizung

Gebäudetechnikplaner/in Heizung EFZ

 

Kenntniserwerb

  • Berechnen und Zeichnen von heizungstechnischen Anlagen
  • Abklärungen mit Bauherren, Architekten und Ingenieuren zu Beginn eines Bauprojektes
  • Computer Aided Design (CAD)
  • Besprechung der Ausführungsdetails mit dem Montagepersonal
  • Überwachung des Montageverlaufs
  • Baufortschritt und Budget von Projekten kontrollieren

 

Voraussetzungen

  • Räumliches Vorstellungsvermögen
  • Freude an Zahlen, Technik und genauem Arbeiten
  • Geschick im Umgang mit anderen Beteiligten am Bau: Bauherren, Architekten, Ingenieure, Bauhandwerkern

 

Ausbildungsschwerpunkte

Mathematik, Physik, Baukonstruktionstechnik, Chemie, Informatik, Elektrotechnik. Erläutert wird, dass die praktische Ausbildung a) in einem ausführenden Betrieb für Heizungsinstallationen oder b) in einem Ingenieurbüro stattfindet, ergänzt durch den Hinweis auf Praktika im Magazin, in der Werkstatt und auf der Baustelle. Schliesslich die Informationen zur Dauer der Ausbildung (4 J.), zur Option Berufsmaturität und zum eidg. Fähigkeitsausweis «Gebäudetechnikplaner/in Heizung EFZ».

Mehr unter: www.toplehrstellen.ch

 

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Impressum

Textquelle: Béatrice Koch (Pressebüro Kohlenberg)

Bildquelle: Ethan Oelman Photography

Bearbeitung durch: Redaktion Phase 5

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Veröffentlicht am: 20.04.2026

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